Ausbildung zum Trainer in der Sturzprävention

Die Rehabilitation von Menschen mit Stürzen im Alter hat angesichts des demographischen Wandels in Deutschland einen hohen Stellenwert. Die Bedeutungen von Stürzen im Alter werden durch statistische Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert.

Stürze und Mobilitätseinschränkungen sind eines der häufigsten, aber auch am meisten gefürchteten Ereignisse und Zustände bei älteren Menschen. Zusätzlich zu einer verminderten Funktionalität und einer deutlich erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrate sind Stürze und Mobilitätseinschränkungen häufiger Grund für eine Einweisung in das Pflegeheim und damit den Verlust der Selbständigkeit. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger Sturzgefährdete ältere Menschen einer geeigneten Rehabilitation zuzuführen und weitere Stürze zu vermeiden und Folgen von Stürzen zu minimieren.

Eine Rehabilitationsgruppe im Bereich Sturzgefährdeter älterer Menschen sollte Patienten umfassen, die entweder eine Sturzbiographie haben, akut sturzgefährdet sind, oder Angst vor Stürzen haben. Diese Patienten kommen auf ärztliche Veranordnung und treffen sich unter der Anleitung einer qualifizierten Fachkraft regelmäßig. Gemeinsam werden im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes durch Bewegungs- und Sporttherapie die Folgen eines Sturzes kompensiert und Sekundärprävention angestrebt.

Eine Behandlung von Sturzpatienten sollte kontinuierlich und lang andauernd sein, wobei altersspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen sind und aktive Maßnahmen im Vordergrund stehen. Das Erlernen, Einüben und die Kontrolle des Erlernten ist sehr gut in einer ambulanten Rehabilitation möglich. Dabei sollten Menschen mit Sturzerfahrungen oder mit Angst vor Stürzen behandelt werden, bei denen eine Einschränkung der Lebensqualität, der körperlichen Leistungsfähigkeit oder bereits eine soziale Isolation eingetreten ist. Die Beurteilung von Rehabilitationsbedürftigkeit erfolgt aus der zusammenfassenden Bewertung aller sozialmedizinischen relevanten Kriterien. Rehabilitationsbedürftigkeit ist beispielsweise für eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme anzunehmen bei einem oder mehreren Stürzen im letzten halben Jahr und/oder Angst vor Stürzen und/oder mehr als drei Risikofaktoren angelehnt an die Leitlinien der DEGAM 2004.

Am Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg findet in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie wieder eine Ausbildung zum Leiter in der Sturzrehabilitation statt. Einzelheiten über den nächsten Kurs entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt. Die Kursausbildung sowie die Anwenderkurse sind auf der ZPP zertifiziert.


 Anmeldung (Flyer) 2017: Anmeldungsflyer
 
 Ausbildungslehrgang vom 27.03.17, 10:00 Uhr  - 31.03.17, 14:00 Uhr